Donnerstag, 27. Oktober 2011

Angst

Angst ist erst mal nur ein Grundgefühl, wie Trauer, Wut und Freude und gehört zum Leben eines jeden Menschen dazu. Die Angst ist in manchen Situationen eine lebenswichtige Emotion. Sie hilft uns in Gefahrensituationen schneller zu reagieren, sie bereitet uns auf eine Kampf-oder-Flucht-Situation vor.
Folgende körperliche Reaktionen laufen oder besser können ablaufen während einer nicht krankhaften Angstsituation:
  • Erhöhte Aufmerksamkeit, Pupillen weiten sich, Seh- und Hörnerven werden empfindlicher
  • Erhöhte Muskelanspannung, erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit
  • Erhöhte Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck
  • Flachere und schnellere Atmung
  • Energiebereitstellung in Muskeln
  • Körperliche Reaktionen wie zum Beispiel Schwitzen, Zittern und Schwindelgefühl
  • Blasen-, Darm- und Magentätigkeit werden während des Zustands der Angst gehemmt.
  • Übelkeit und Atemnot treten in manchen Fällen ebenfalls auf.
Diese Symptome bilden sich nach der Angstsituation rasch zurück.
Auf Grund von traumatischen oder erschreckenden Erlebnissen, meist in der Entwicklungsphase, sprich in der Kindheit (kan jedoch auch jederzeit im Erwachsenenleben passieren), können Menschen krankhafte Angststörungen entwickeln. Die bekanntesten sind die sogenannten Phobien. Phobien kann man vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen entwickeln. Die Angst tritt also in der immer gleichen Situation auf oder sie bezieht sich auf immer
den gleichen Gegenstand oder Lebewesen. Man sagt dazu, "die Angst hat einen Auslöser".
Es gibt auch Angsstörungen die keinen erkennbaren Auslöser haben, das ist die generalisierte Angsstörung und die Panikstörung. Den Betroffenen überfällt die Angst in ganz unterschiedlichen Situationen.
Während einer sogenannten Panikattacke werden die normalen Symptome der Angst verstärkt wahrgenommen und es gessellen sich weitere dazu.
Eine kurze Beschreibung einer Panikattacke:
Panikattacken zeichnen sich insbesondere durch diese Merkmale aus:
- intensive Angst bis hin zur Todesangst
- plötzliches, spontanes Auftreten, aus heiterem Himmel
Panikattacken äußern sich in Gedanken, Gefühlen, körperlichen Reaktionen und dem Verhalten.
a) Gedanken
Die Gedanken kreisen darum,
- dass man sterben könnte,
- dass man eine schwere Erkrankung wie z.B. einen Hirntumor oder einen Herzfehler haben könnte,
- dass man die Kontrolle über sich verlieren könnte,
- dass man in Ohmacht fallen könnte,
- dass man ersticken könnte.
b) Gefühle
- Angst, Kontrolle zu verlieren
- Angst zu sterben
- Panik
- Angst, verrückt zu werden
c) körperliche Reaktionen
Körperliche Symptome treten immer auf, aber nicht jeder hat jedes Symptom.
Hier ein paar wenige mögliche Symptome.
Hat der Erkrankte sich an ein Syomptom gewöhnt und weiß, das gehört zur Panikattacke, kommt dafür meist ein neues Symptom.
- Herzklopfen, Herzrasen
- Schweißausbrüche
- Zittern
- trockener Mund
- Atembeschwerden
- Beklemmungen in der Brust, Erstickungsgefühle
- Übelkeit, Erbrechen
- Schwindel, Schwäche oder Benommenheit
- Eindruck, alles sei unwirklich
- Hitze- oder Kältegefühl
- Gefühllosigkeit, Taubheit oder Kribbeln
- verschwimmen vor den Augen
- Gefühl, auf unsicheren Beinen zu stehen
d) Verhalten
- Meidung von Orten und Situationen

1 Kommentar:

Jacky nadelt hat gesagt…

Sehr gut beschrieben Manuela!:))

Liebi Grüess
Jacky

P.S. weiss nicht, ob das Kommentieren überhaupt klappt!?

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